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Das kleine, pittoreske Dorf Dalyan liegt in der Provinz
Mugla, im Südwesten der Türkei am Mittelmeer. Der Ort
liegt in der Mitte eines weitläufigen Deltas, das von einer
wunderschönen und noch kaum berührten Natur gekennzeichnet
wird. Dalyan gehört zu einem der letzten Teile des noch übriggebliebenen
erdischen Paradieses. Eine atemberaubende Landschaft von großem
historischem Wert. Der Fluß von Dalyan, dessen Wasser zwischen
dem Mittelmeer und dem Koycegiz-See hin und her fließt, strömt
durch eine faszinierende Verknüpfung von Kleinseen und Flüssen.
Das Schilfrohr, das an den Ufern wächst, kann eine Höhe
von 3 oder sogar 5 Metern erreichen. Eine Bootsfahrt durch diese
natürliche Landschaft ist sehr romantisch und zauberhaft.
In einem Gemisch von Süß- und Salzwasser leben verschiedene
Fischsorten und andere Wassertiere, die ihrerseits die Nahrung für
unterschiedliche Vogelarten bilden. Auf der Grenze vom Mittelmeer
und dem Deltagebiet an der Ostseite des Dalyanflusses befindet sich
der fünf Kilometer lange Iztuzu-Strand.
Durch den feinen Kristallsand und das untiefe, türkisfarbene
Wasser, ist dies der ideale Strandort, wo man 7 Monate pro Jahr
schwimmen kann. Das Wasser ist noch nicht verschmutzt und es gibt
eine Fülle von Sonnenschein. Morgens in der Früh kann
man auf die bedrohte Meerschildkröte mit dem Namen Caretta
Caretta treffen. Diese kehrt jedes Jahr wieder auf den Iztuzu-Strand
zurück, um ihre Eier abzulegen.
Diese Bäder befinden sich an der südwestlichen
Seite des Koycegiz-Sees. Die Wassertemperatur beträgt etwa
40 Grad Celsius. Das Wasser dieser Bäder wurde zum ersten Mal
im Caunos-Zeitalter benutzt. Danach durch die Byzantiner, die die
Wasserbäder umgebaut haben. Die Ruinen der Bauten aus dieser
Periode sind in den Seeboden des Koycegiz-Sees gesenkt. Es ist nicht
ungewöhnlich, dass man türkische alte Leute sieht, die
eine Pilgerfahrt zu diesen Bädern machen. Für sie bedeutet
sie eine Heilung psychischer und rheumatischer Beschwerden, und
Genesung von Leber-, Milz- und Darmerkrankungen und Hautproblemen.
'Schöner Schlamm', der nicht nur die Haut reinigt, sondern
auch ein Heilmittel gegen Älterung und Rheumatismus sein soll.
Nachdem der Schlamm getrocknet ist, können Sie in ein Sulfitbad
eintauchen, das ebenfalls eine Temperatur von um die 40 Grad hat.
Nach diesem Erlebnis fahren Sie entspannt und erfrischt wieder heimwärts.
Die antike Stadt Caunos liegt im Vergleich zu Dalyan an
der anderen Uferseite des Flusses. Diese Stadt wurde 3000 v. Chr.
gebaut. Der Gründer hieß Caunos, Sohn des Miletos. Später
hat sich diese Stadt zu einem Großteil von Lycia und Caria
ausgeweitet. Caunos ist bestimmt der Besichtigung wert. Die wichtigsten
Bauten sind der von Festungsmauern umgebene Akropolis, ein Theater,
vier Tempel, ein Marktplatz, Bäder, Kirchen und Wasserbehälter.
Die eindrucksvollen lykischen Felsengräber, die mit der Hand
in der Form von Tempeln bearbeitet sind, sind die letzten Überreste
der Gräber der ehemaligen Könige von Caunos. Die Stadt
hatte seinerzeit zwei Häfen: einen für militärische
Zwecke und einen für den Handelsverkehr.
12 Km vom Stadtzentrum - Dalyan entfernt, liegt
eine 5 Kilometer lange Sandstrandzunge, welche vom Festland in das
Mittelmeer ragt. Dieser Strand war zum touristischem Ausbau vorgesehen,
bis er unter Naturschutz gestellt wurde, da es sich um eine der
letzten Brutstätten der Welt für die "Loggerhead"-Schildkröten
handelt. Diese Entwicklung darf man David Bellamy und "Kapitän"
June Haimhoff verdanken, die den weiteren Ausbau stoppen konnten.
Während der Paarungszeit (Mai bis September) sind die Zeiten,
an denen man sich auf dem Strand aufhalten darf begrenzt (täglich
von 08.00 bis 18.00 Uhr), da abends die Schildkröten zum Strand
kommen. Gegen eine Gebühr sind Sonnenliegen und -schirme zu
mieten. Kalte Getränke und Snacks sind den ganzen Tag an den
Kiosken verfügbar. Den Strand können Sie entweder mit
dem Boot durch das Schilf erreichen (ca. 40 Minuten) oder Sie nutzen
die Dolmusche (ca. 20 Minuten), die alle 20 Minuten von der Stadt
abfahren.
Die Felsengräber sind die letzten Ruhestätten
der Könige von Caunos. Sie sind in dem lykischem Felsengrab-Stil
in die Felsen geschlagen. Es wurden in Dalyan zwei verschiedene
Arten von Felsengräbern gefunden. Die einen sind einfache Grabräume,
während die anderen Gräber kunstvolle Tempel-Gräber
sind, eines von Ihnen wurde nicht bis zum Ende errichtet. Viele
Gräber täuschen einen simplen Eingang vor, hinter Ihnen
befinden sich aber wunderschöne, kunstvolle Eingänge.
Diese sollte dazu dienen, Grabräuber fern zu halten. Trotzdem
wurden fast alle Gräber geplündert. Felsengräber
befinden sich fast überall entlang der lykischen Küste.
Leider können die Gräber in Dalyan nicht besichtigt werden,
erstens, um Zerstörungen zu vermeiden und zweistens, um die
Touristen vor Unfällen zu schützen, da diese Gräber
sehr schwer bzw. gar nicht zu erreichen sind.
Seit 1986 hat die Türkei Schritte zum Schutz der Natur
vorgenommen. Bis heute stehen 385.000 Hektar unter Naturschutz,
davon befinden sich 38.500 Hektar in Dalyan. Dieses Gebiet schließt
den Iztuzu-Strand mit ein, welcher die Heimat der Loggerhead Schildkröten
(wissenschaftlicher Name: Carretta Carretta) ist.
Dalyan - Ortaca 12km
Dalyan - Iztuzu Beach 12km
Dalyan - Köycegiz 20 km
Dalyan - Fethiye 67 km
Dalyan - Marmaris 90 km
Dalyan - Kalkan 126 km
Dalyan - Kas 160 km
Dalyan - Sarigerme 31km
Ephesus - 210 km
Pamukkale - 213 km
Letoon - 130 km
Patara - 140 km
Tlos - 105 km
Xanthos - 200 km
Kekova - 127 km
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